phantastische Geschichten & uralte Märchen

                                     

Die inoffizielle Landeshymne von Baden-Württemberg

gedichtet von Mörike im Jahre 1818, hundert Jahre nach der Gründung der Stadt Ludwigsburg

Der in Ludwigsburg geborene Justinus Kerner - Arzt, medizinischer Schriftsteller und Dichter - schrieb den Text für die Landeshymne.

Sie handelt von Eberhard im Bart (1445 – 1496), dem erste Herzog von Württemberg
(nicht von Ludwigsburg!).
Er war ein Vorfahr der Herzöge, die hier in Ludwigsburg ihrer Residenz hatten. Wurden die Herzöge hier ob ihrer Willkür und Maßlosigkeit gefürchtet und gehasst, so wurde Eberhard im Barte jahrhunderte vorher von seinen Untertan geliebt.
Er verkörpert bis heute das Ideal des volksnahen und gerechten Landesvaters in einem friedlichen Staat.


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Preisend mit viel schönen Reden

Ihrer Länder Wert und Zahl,

Saßen viele deutsche Fürsten

Einst zu Worms im Kaisersaal.

 

„Herrlich“, sprach der Fürst von Sachsen,

„Ist mein Land und seine Macht;

Silber hegen seine Berge

Wohl in manchem tiefen Schacht.“

 

„Seht mein Land in üpp’ger Fülle,“

Sprach der Kurfürst von dem Rhein,

„Goldne Saaten in den Tälern,

Auf den Bergen edlen Wein!“

 

„Große Städte, reiche Klöster“,

Ludwig, Herr zu Bayern, sprach,

„Schaffen, daß mein Land den euren

wohl nicht steht an Schätzen nach.“

 

Eberhard, der mit dem Barte,

Württembergs geliebter Herr,

Sprach: „Mein Land hat kleine Städte,

Trägt nicht Berge silberschwer;

 

Doch ein Kleinod hält’s verborgen:

Daß in Wäldern, noch so groß,

Ich mein Haupt kann kühnlich legen

Jedem Untertan in Schoß.“

 

Und es rief der Herr von Sachsen,

Der von Bayern, der vom Rhein:

„Graf im Bart! Ihr seid der Feinste!

Euer Land trägt Edelstein!“